Von der Weisheit des Lichtopfers – Rezension von Albrecht Seeger

Butterlampen-FrontCover_webLicht – dargebracht – wird als ein Ausdruck altruistischen Wünschens, als eine Geste des Gebetes verstanden. Oft soll das physische Licht in unserer oder in einer anderen Wirklichkeitsdimension Helligkeit spenden, soll Schwere, Trübung und Leid in Leichtigkeit, Klarheit und Freude transformieren, soll einen Weg erhellen.
Chhimed Rigdzin Rinpoche (1922 – 2002), Tantra- und Dzogchenmeister, war Linienhalter der Tradition des Nyingma-Klosters Khordong in Osttibet. Er zeichnete sich durch kraftvolle, unkonventionelle und zugleich traditionsbezogene Belehrungen aus.
Chhimed Rigdzin Rinpoche verfasste „Das Butterlampen-Wunschgebet“ als Praxistext, um mögliche Hindernisse im Leben seines Lehrers, Tulku Tsultrim Zangpo, zu beseitigen und das Wohlergehen aller Lebewesen zu fördern. Noch heute wird dieses Gebet regelmäßig an verschieden Orten praktiziert, dabei werden mehr als 100.000 Butterlampen angezündet und den Buddhas und Bodhisattvas dargebracht.
Verbunden mit dieser Praxis ist der Wunsch, Konflikte zu befrieden und persönlichen oder allgemeinen Frieden zu erzeugen. Samsarische Trübungen, seien sie emotionaler oder mentaler Natur, werden gereinigt und können sich als Buddhaqualitäten befreien – so der Text. Chhimed Rigdzin Rinpoche verwendet das Bild einer traditionellen Butterlampe, deren Bestandteile – das Gefäß, das Öl, der Docht und die Flamme – im Verlauf von 18 Abfolgen poetisch mit jeweils neuen assoziativen Bedeutungsebenen belegt werden, wodurch ein Spektrum von Methoden auf dem Weg zur Erleuchtung erscheint. Das Unbeschreibbare wird so bebildert und es eröffnen sich Zugänge zum Non-dualen.
Dem zentralen Gebetstext, der von allen vier tibetischen Schulen in die eigene Praxis integriert werden kann, sind traditionelle vorbereitende Übungen wie Zuflucht und Entwicklung von Bodhicitta sowie eine Siebenzweigepraxis vorangestellt. Auf Empfehlung von Chhimed Rigdzin Rinpoche wurde „Das Sutra des Königs mit der Goldenen Hand“ hinzugefügt; es weitet das Herz, unermessliches Mitgefühl entsteht. Den Abschluss dieses Mahāyāna-Textes bilden klassische Gebete wie Widmung des Verdienstes. Der Rezitationstext ist auch auf Tibetisch enthalten.
Dem Kommentar von James Low im zweiten Teil des Buches ist es zu verdanken, dass ein größeres Publikum Zugang zu dem visionären Gebetstext bekommt, der von jedem/r – auch ohne Einweihung – rezitiert werden kann. Als einer der engsten westlichen Schüler von Chhimed Rigdzin Rinpoche übersetzte er zusammen mit ihm das Gebet. Sein Kommentar, der von seiner Tätigkeit als Psychotherapeut und Erfahrung als Dzogchen-Lehrer profitiert, erhellt dem/der Leser/in aus Dzogchen-Sicht den subtilen Sinn­ge­halt des Gebetes, Zeile für Zeile. Er gibt konkrete Hinweise zur inneren meditativen Haltung während der Rezitation und erläutert das Konzept von Leerheit aus immer wieder neuen Blickwinkeln. Geistreiche und alltagsnahe Interpretationen lockern den Text auf und inspirieren durch ihre praktische Lebensweisheit, ohne sich dabei in Trivialitäten zu verlieren. Der Stil des Kommentars ist eingängig; die deutsche Übersetzung von Heike Drinkuth ist flüssig zu lesen und bleibt nah am englischen Original. Allerdings wäre ein Glossar wünschenswert.
Das Buch eignet sich sowohl für Neueinsteiger, die eine verdienst- und hingebungsvolle Gebetspraxis für eine Lichtdarbringung suchen, als auch für Personen mit Kenntnissen und Erfahrungen im Buddhismus, die dem Dzogchen gegenüber offen sind. „Lichter der Weisheit“ ist ein Buch, das einen lange begleiten kann: als Praxistext – alleine oder in Gemeinschaft rezitiert, als Arbeitsbuch – um ein lebendiges Verständnis des Gebetes zu erlangen, und nicht zuletzt als Quelle von Weisheit – sei es als Impulsgeber oder für eine gezielte Kontemplation.
„Unsere Wesensnatur ist strahlend, doch vor uns verborgen. Möge das Licht der Nichtdualität dieses Paradoxon erhellen.“ (S. 5)

Die Besprechung wurde in “Tibet und Buddhismus” veröffentlicht, hier online.

Lichter der Weisheit. Das Butterlampen-Wunschgebet von Chhimed Rigdzin Rinpoche. Mit einem Kommentar von James Low. Aus dem Englischen von Heike Drinkuth. edition khordong im Wandel Verlag, Berlin, 15.4.2014,  288 Seiten, Klappenbroschur, 22x15cm, 390g, 21,60€, ISBN: 978-3-942380-06-5

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Zuhause im Spiel der Wirklichkeit – Rezension von Cornelia Weishaar-Günter

ZuhauseImSpiel_Front2013_rgbFrische Impulse

James Low, in der Tradition von Chhimed Rigdzin Rinpoche, stellt uns hier wundervolle Unterweisungen vor, von denen Buddhismus-Schüler aller Schulrichtungen profitieren können. Nach einer kurzen Einführung, die uns vor allem die Tragik der Anhaftung und des Samsara als großer Einöde vor Augen führt, geht es sehr schnell in die sehr tiefgehende Praxis des Dzogchen, der „Großen Vollendung“. Eigentlich ist alles sehr einfach und doch…

„Was wir für die Wirklichkeit halten, ist eine Täuschung… Daher (ist) alles, was wir in Dharma-Büchern lesen, und alles, was wir in Dharma-Unterweisungen hören können, Methoden. Sie stellen eine Art Massage für uns dar, die hilft, die Knoten unseres Verstehens zu lösen, sodass unser Dasein fließen kann…” (S.25). James Low bringt sehr originelle Beispiele wie dieses und vermittelt uns so einen sehr lebendigen Zugang zu Themen, die wir für uns vielleicht abgehakt glaubten. Wer hätte Leerheit in der Tonglen-Praxis je als „Wiederverwertungsanlage“ (S.27) gesehen oder Karma als „Beziehung zwischen Subjekt und Objekt, mit der wir nicht umgehen können“ (S.42)?

Während der Wurzeltext sehr kraftvolle, aber uns eher allgemein bekannte Aspekte des Dzogchen – z.B. das Verweilen in der Gegenwart – ins Gedächtnis ruft, verblüfft Low durch interessante neue Perspektiven auf allgemein bekannte Dinge.

Das Buch ist sicher keine Einführung in den Buddhismus für den Neueinsteiger, aber eine große Bereicherung für all jene, die in ihrem „Alt-Hasentum“ festzusitzen drohen. Der allgemeine Eindruck ist: Hier spricht ein moderner Lehrer wirklich aus dem Herzen und aus eigener Erfahrung, ohne deshalb peinlich-persönlich zu werden. Er lässt dabei jedoch keinen Zweifel, dass der Kontakt zur lebendigen Überlieferung wesentlich ist. Die erwähnten Praktiken sollten und können nicht wirklich allein aus Büchern gelernt werden.

Der tibetische Originaltext ist natürlich eine Freude für all die Vielen, die inzwischen diese Sprache beherrschen oder üben. Buddhismus ist sehr präzis, kein Wort bleibt zufällig. Solange wir im Englischen oder Deutschen keine eindeutige Übersetzersprache haben – der Weg ist noch weit ! –, kann man sich nur wünschen, dass in Büchern nicht am Platz für das Original gespart wird. Als weiterführende Literatur nach Erwerb von Grundkenntnissen äußerst empfehlenswert!

Cornelia Weishaar-Günter

Die Besprechung wurde in Tibet und Buddhismus, Heft Nr. 108, 1/2014 veröffentlicht.

James Low: Zuhause im Spiel der Wirklichkeit. Ein Kommentar zum Dzogchen Schatztext: “Unmittelbares Aufzeigen der Buddhaschaft jenseits aller Klassifizierung” von Nuden Dorje. Aus dem Englischen von Robert Jaroslawski. ISBN: 978-3-942380-09-6, edition khordong im WANDEL VERLAG, berlin 2012, Originaltext in Tibetisch, Übersetzung und ausführlicher Kommentar, 200 Seiten, 20,5 x 14,5 cm, Pappeinband, erschienen am 23. November 2012, 19,80€

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Der Flug des Garuda – Rezension von Matthias Braeunig

Der Flug des Garuda Titelbild

Der Flug des Garuda Titelbild

Dies ist die zweite, überarbeitete und um einen zusätzlichen Text erweiterte Ausgabe eines für längere Zeit vergriffenen Buches. Als es in seiner ersten Fassung 1982 erschien, war es eine Offenbarung, da zu jener Zeit erst wenige Texte, die die nicht-duale Sichtweise des Dzogchen ausdrücken, in westlichen Sprachen verfügbar waren. Zwar hatten die Schüler einiger bekannter tibetischer Meister zu deren niedergeschriebenen Unterweisungen Zugang, doch außerhalb dieser Zirkel gab es nur wenige klassische Originale. “Der Flug des Garuda” von Shabkar Lama – einem tibetischen, vagabundierenden Yogi des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts – von dem diese Sammlung ihren Titel hat, war einer dieser als geheim geltenden Texte. Er hat das Potenzial seinen Leser, den Yogi oder die Yogini mit gutem Karma, in einer kreativen Vision spontan zu erleuchten. Der verborgene Sinn dieser dreiundzwanzig Vajra-Lieder mag unsere eigene, innewohnende Kraft zur Selbsterweckung anregen, indem wir für seine Inspirationen empfänglich werden und die gewohnheitsmäßigen Schleier der diskursiven Gedanken und verwirrten Emotionen einmal beiseite treten. Dass dieses Buch nun wieder verfügbar ist und sogar um einen wichtigen fünften Text erweitert wurde, kann als Glücksfall bezeichnet werden.

Es ist in erster Linie Keith Dowman, dem Englischen Übersetzer und Autor zu verdanken, dass dieser Schatz an Weisheiten und Inspiration einem größeren Publikum zugänglich gemacht wurde, und umso mehr, als er diese zweite Ausgabe ermöglicht hat. Auch wenn er anfangs dafür von einigen „Hütern der reinen Lehre“ gescholten und von anderen geschmäht wurde, so hat er doch die Zeichen der Zeit erkannt, dass mit der fortschreitenden Globalisierung und explosionsartig anwachsendem technischen Verfügungswissen die innere Orientierung auf spirituelle Werte nicht auf der Strecke bleiben darf, um diesen Planeten zu retten oder auch das eigene Heilsein zu bewahren. So gibt der Übersetzer jedem Text eine eigene Einführung mit, die es in sich hat: Sie führt nicht nur in die tibetisch-buddhistische Mystik und spezifische Begrifflichkeit ein, sondern leitet den Leser auch an, wie die Texte aufzufassen und zu verdauen sind, indem er den Kontext für ihr Verständnis liefert. Die ein oder andere Ausdrucksweise ist für den Neuling auf diesem Gebiet sicher oft genauso hilfreich wie der nachfolgende Dzogchen-Text selbst.

Shabkars Haupttext, Flug des Garuda, der mit der Einleitung etwa die Hälfte des Buches ausmacht, wird umrahmt und ergänzt von kürzeren Inspirationstexten, die von nicht weniger illustren Autoren stammen. Dem Garuda vorangestellt ist der Text „Die Tiefen der Hölle ausleeren“ von Guru Chowang. Er ist Teil eines Bekenntnisrituals und eine tiefe Reinigung des Geistes von unabsichtlichen Fehlern. Der dem Garuda nachfolgende Schatztext „Das wunscherfüllende Gebet von Kuntu Zangpo“ vom Tertön Rigdzin Godem ist eine starke Meditation, die direkt ins Herz der selbst-referenziellen Buddhadynamik führt. Die „Geheime Anweisung in einem Kranz der Sichtweisen“ von Guru Rinpoche Padmasambhava selbst verfasst, leitet den Leser durch die neun Yanas zur höchsten Sicht des Dzogchen und ermöglicht die Unterscheidung der verschiedenen Pfade und Wege zur Buddhaschaft.

Ist man einmal im Buch bis dahin gelangt und hat die essenzielle Lehre des Dzogchen in seiner Bedeutung erfasst, so bedarf es einer direkten Anleitung, wie diese vollkommene Sicht zu praktizieren ist. Diese Anleitung erhalten wir durch Patrul Rinpoches Grundsätze in „Die außergewöhnliche Wirklichkeit höchster Weisheit“ und seinem eigenen Kommentar dazu. Dieser mittlerweile vielfach anderweitig herausgegebene Text ist in seiner Klarheit und Bestimmtheit kaum zu überbieten. Man sollte sicher gehen, dass man seine drei Aussagen verinnerlicht hat und durch vertiefende Meditation – am besten mit Hilfe eines qualifizierten Lehrers – in die Praxis umzusetzen gelernt hat. Damit wird sich die herausragende Absicht dieses Buches erfüllen.

Rezension von Matthias Braeunig

Der Flug des Garuda, Fünf Dzogchen-Texte aus dem tibetischen Buddhismus, Zusammengestellt und übersetzt von Keith Dowman, Durchgesehene und erweiterte Ausgabe. edition khordong im Wandel Verlag, Berlin, 3.5.2015,  296 Seiten, Klappenbroschur, 20,5×14,5cm, 375g, 21,60€, ISBN: 978-3-942380-19-5

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Gesammelte Schriften von Chimed Rigdzin Rinpoche

Gesammelte Schriften
von
Chimed Rigdzin Rinpoche

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Zusammengestellt und herausgegeben von
James Low

Deutsche Übersetzung von Robert Jaroslawski

Chimed Rigdzin Rinpoche (1922-2002), der verbreitet als C. R. Lama und auch als Zilnon Lingpa bekannt ist, war ein bedeutender Lama der Khordong- und der Byangter-Traditionslinien der Nyingmapa-Schule des Tibetischen Buddhismus. Als Gelehrter und Yogi kombinierte er diese zwei Strömungen in seinem Wirken als Dozent der Indo-Tibetischen Studien an der Visva Bharati Universität in Shantiniketan, in Westbengalen in Indien. Er war ein Mann, der ein Familienleben hatte und in der Welt um ihn herum aktiv engagiert war. Die mannigfaltigsten Erfahrungen seines langen Lebens zusammen mit der Tiefe seiner Meditationspraxis befähigten ihn, mit Menschen aus allen Lebensbereichen Verbindung aufzunehmen und ihnen unmittelbar die Kraft und die Bedeutung des Buddhadharma zu zeigen.

Das Buch versammelt Rinpoches Schriften zu einem breiten Bereich von Themen, buddhistische Philosophie, tibetische Kulturpraxis, sein Leben im Khordong-Kloster und seinen Rat an Dharmapraktizierende eingeschlossen.

Den Texte vorangestellt ist eine Einführung, die einen Überblick über Chimed Rigdzin Rinpoches Leben vermittelt und James Low’s Verbindung mit mit ihm kurz beschreibt, sowie werden alle Texte kurz vorgestellt (siehe auch weiter unten).

»James Low studierte unter dem Ehrw. Chimed Rigdzin Rinpoche viele Jahre mit unglaublicher Hingabe und unter spartanischen Bedingungen, um das weite Wissen der Lehren Rinpoches zu sammeln. Dieser Band ist angefüllt mit diesen kostbaren Lehren, von denen die meisten bis jetzt unveröffentlicht geblieben sind. Es wird den Herzen vieler nutzen und ihnen helfen, sich zu öffnen.«
Tulku Thondup Rinpoche

*) Chimed Rigdzin wird auch häufig Chhimed Rigdzin geschrieben. Die tibetische Transition nach Wylie lautet: chi med rig ’dzin, sein voller Name lautet: Khordong Terchen Tulku Chimed Rigdzin (’Khor-gDong gTer-Chen sPrul-sKu ’Chi-Med Rig-’Dzin). Er wurde als »Rinpoche« angesprochen.

edition khordong im Wandel Verlag, Berlin, 14.6.2016,  290 Seiten mit 24 meist farbigen Abbildungen, Festeinband (Hardcover), 22×15cm, g, 35€, ISBN: 978-3-942380-22-5

Gedruckt in Berlin auf FSC zertifiziertem 100% OBA- und holzfreiem, recycle- und biologisch abbaubarem Papier, alterungsbeständig gemäß ISO 9706.

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Inhaltsverzeichnis und Vorwort als PDF (638kB)

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Chimed Rigdzin RinpocheAus dem Vorwort: Die Herstellung dieses Buches war ein Frondienst der Liebe. … Diese Arbeit brachte meine Kollegin Barbara Terris und mich zurück zu der Atmosphäre unserer frühen Zusammenarbeit mit Rinpoche in Indien.

Wie uns buddhistische Texte wieder und wieder erinnern, gibt es keinen Fortschritt ohne den Glauben eines offenen Herzens. Einen Lehrer zu finden, der eines solchen offenen Herzens Wert ist, ist wahrhaft eine seltene und kostbare Gelegenheit. Das Öffnen des Herzens erlaubt dem Strom des Segens und der Übertragung hineinzufließen, und genau dies ist die Basis der Kontinuität der Tradition. Auch wird das Herz durch Hingabe der Schönheit des Augenblicks gegenüber geöffnet, wie auch immer dieser beschaffen sei. Hingabe befreit uns von Verdinglichung, Objektivierung und Urteil, von den drei Tendenzen also, die unsere Welt und unsere Herzen so verschlossen und schwer machen.

Über die Texte (aus der Einführung):

Kapitel 1, Vajrayāna in Tibet gibt eine kurze Beschreibung, wie tantrische Lehren in der Welt der Menschen bekannt wurden. Es war nicht so, dass eine Person eine interessante Idee gehabt und dann daraus ein System entwickelt hätte. Es handelt sich hier eher um eine Linie, die seit dem Anfang der Zeit gegenwärtig war und durch Wesen weitergereicht wurde, die in verschiedensten Formen in verschiedensten Bereichen existierten. Die ungebrochene Linie, die von ihrem ›göttlichen‹ oder natürlichen Ursprung aus voranschreitet, hat einen Widerhall in ihrer Lehre von der ungebrochenen Kontinuität zwischen allen Phänomenen und zwischen diesen Phänomenen und ihrer natürlichen Quelle, bzw. ihrem natürlichen Grund. Weitere Details der frühen Geschichte dieser Lehren können in »Die Nyingma-Schule des Tibetischen Buddhismus: Ihre Grundlagen und ihre Geschichte« gefunden werden. Dieses Kapitel stellt auch die Struktur der Stufen tantrischer Praxis dar und zeigt die wichtigen zwischen ihnen liegenden Unterschiede in der Sichtweise und Meditation.

Kapitel 2, Die Nyingma-Tradition, erweitert das Material, das in Kapitel 1 dargelegt wurde, indem klar beschrieben wird, wie die Art und Weise, wie wir unsere Situation sehen, verschiedene Muster verkörperter Reaktionen erschafft. So lange wie wir glauben, dass Subjekt und Objekt wahrhaft getrennt und innewohnend real sind, beide mit ihrer definierenden Essenz oder innewohnenden Eigennatur, sind wir zu einem langen, langsamen und harten Pfad der Reinigung und Entwicklung verdammt, auf dem wir vielen Hindernissen begegnen können. Das Haupthindernis ist in der Tat unser eigener Glaube an unsere Existenz als eine getrennte Entität, als ein getrenntes Ding.

Dieses Kapitel verweist auf die vitale Wichtigkeit, sich gegenüber der nicht-dualen Sichtweise des Dzogchen – dem Gipfel der Lehren des Buddha – zu öffnen und darin zu verweilen. Diese Sichtweise führt uns in die natürliche Vollkommenheit unserer gegenwärtigen Situation, so dass wir, ohne irgendwelche äußeren oder inneren Veränderungen vorzunehmen, zu unserer ursprünglichen Buddhaschaft erwachen, zur Nicht-Dualität der innewohnenden Reinheit der ungeborenen Offenheit, und zur Klarheit der spontanen Manifestation. Dies ist die Lehre, die C. R. Lama verkörperte und in der sorgenfreien Unmittelbarkeit seiner Teilnahme an allem, was ihm begegnete, ausdrückte.

Kapitel 3, Bardo-Unterweisungen, welche Klarheit wie eine Sonne ausstrahlen, sowie Kapitel 4, Die Wurzelverse der Bardos, haben die Erfahrungen der Bardos, der Zwischenzustände, zum Schwerpunkt. Kapitel 3 ist ein Ausschnitt aus der Terma-Sammlung (gTer-Ma, Schatz) der ersten Inkarnation von C. R. Lama. Kapitel 4 ist ein Teil aus dem Karma Lingpa Zhitro-Zyklus. Unsere Leben sind nichts als Erfahrung – eine ungreifbare Erfahrung; wonach immer wir greifen, ist nichts als bloß eine andere Form von Erfahrung, gegenwärtig nur, solange wir ihr unsere Beachtung schenken. Statt also unser Leben in definitive Stufen zu unterteilen, Stufen, die wir besetzen und meistern wollen, verweisen die Bardo-Lehren auf den vorläufigen Charakter und die bedingte Natur eines jeden Moments unserer Entfaltung. Wir befinden uns immer zwischen dem, was bereits gegangen ist und jenem, was noch kommen wird – das Leben besteht aus Momenten und nicht aus Dingen. Diese Lehren ermutigen uns, uns ganz und gar dem Augenblick gegenüber zu öffnen, in dem wir uns gerade befinden. Wenn wir vollkommen offen sind und die Fülle des Augenblicks empfangen, werden wir zugleich voll und leer sein: Dies ist die Begegnung des Himmels mit dem Himmel.

Kapitel 5, Vajrasattva-Meditation, die alle Fehler und Verdunklungen reinigt, wurde von C. R. Lama geschrieben, um die Unterweisungen von Chetsangpa zu vervollständigen, die in den Kapiteln 1, 3 und 5 in Aus dem Handgepäck eines tibetischen Yogis zu finden sind. Er (C. R. Lama) bestand darauf, dass der wichtigste Faktor in der Praxis des Dharma der Glaube ist, nicht nur ein Glaube an die Meditationsgottheiten, sondern an uns selbst, an unsere wahre Natur, unsere Buddha-Natur, unsere ursprüngliche Reinheit. Vajrasattva, Unzerstörbares Wesen, ist der Garant unseres Erwachens. Er ist die Gegenwart unserer Gegenwärtigkeit, unsere Reinheit, die uns durch Reinheit einer Form offenbart wird, welche die Leerheit selbst ist. Dieser kurze Text gibt die Schlüsselinstruktionen für die Praxis und wurde vor etwa vierzig Jahren geschrieben, als Chimed Rigdzin Lama in Bengalen in Indien lebte.

Dieses Kapitel handelt von der Beziehung zwischen Phantasie und Wirklichkeit. Das Tatsächliche, dieser Definition nach, ist nicht die substantielle Welt, die scheinbar durch unsere Sinne enthüllt und durch unsere Gedanken verstanden wird. Das Tatsächliche ist das nicht-dual Gegebene, das, was fortfährt zu sein, wenn unsere künstlichen Konstrukte nicht länger gefördert werden. Die Welt unserer gewöhnlichen Erfahrung mit ihren Hoffnungen und Befürchtungen, mit dem Empfinden von gut und schlecht und ihrer unaufhörlichen begrifflichen Organisation wird als Phantasie, als das Produkt einer grundlegenden Täuschung enthüllt.

Dass unsere Fehler, Irrtümer, Verwirrungen usw., wie alles andere, was erscheint, bar jeder innewohnenden Eigennatur sind, ist genau der Grund dafür, dass sie so schnell aufgelöst werden können. Die Meditation von Vajrasattva stellt durch ihre Verknüpfung des Gewöhnlichen mit dem Symbolischen und mit der Offenheit unmittelbarer Gegenwärtigkeit das Mittel bereit, unsere verunreinigten Tendenzen zur Verdinglichung – die so viel Schmerz und Schuld erschaffen – aufzulösen in ihre eigene innewohnende Reinheit. Die Essenz der Praxis liegt darin, mit der eingeborenen Reinheit von allem, was erscheint, in Kontakt zu kommen und sie zu erkennen. Verunreinigungen sind ein zufälliges Phantom, das auf der Grundlage einer fehlerhaften Indentifizierung eines ›Selbst‹ gedeiht. Die Praxis stellt einen der vielen Wege zur Erfahrung von Bewusstheit und Leerheit dar, die der Beginn des Dzogchen ist.

Kapitel 6, Padmasambhava stellt sich vor, Kapitel 7, Padmasambhava: »Erkennen, was bedeutsam ist« (Tib. mThong-Ba Don-lDan; engl. Meaningful to Behold) und Kapitel 8, Padma­sam­bhavas Vorhersagen, beziehen sich auf Padmasambhava und stellen C. R. Lamas Übersetzungen von Texten dar, die in den sechziger Jahren in Indien verfügbar waren. Als die Tibeter aufgrund der chinesischen Herrschaft Tibet verlassen mussten, gingen viele Texte verloren. Allmählich sind dann viele Texte wieder aufgetaucht und werden neu gedruckt, jedoch verweisen diese kurzen Auszüge auf Zeiten zurück, als jedes noch so kleine Fragment sorgfältig geschützt und erhalten wurde.

Kapitel 6 und 7 haben die heilende Macht und die Qualitäten von Padmasambhava zum Gegenstand, also nährende und heilende Faktoren, die von besonderer Bedeutung für die Flüchtlinge waren, die so viel verloren hatten. Seine Macht, Gutes zu bewirken, geht nicht so sehr aus einer weltlichen Position hervor, sondern von einer natürlichen Basis aus, dem Dharmadhātu, aus dem er alles herbeiruft, was von jenen benötigt wird, die Glauben an ihn haben.

Kapitel 8 listet einige der vielen Vorhersagen auf, die Padmasambhava in Bezug auf künftige Zeiten machte. Meistens handelt es sich um Vorhersagen von Schwierigkeiten und Katastrophen, und paradoxerweise sind diese Erinnerungen an die Schwierigkeiten des Saṃsāra unterstützend in schweren Zeiten. Wir neigen dazu, unsere eigenen Tragödien mit allzu großer Bedeutung zu tränken, wenn sie doch lediglich nichts als Beispiele für die Natur dualistischer Erfahrung sind.

Kapitel 9, Auszüge aus Vorworten, bietet einige Auszüge aus den Vorworten, die C. R. Lama für einen ganzen Bereich ritueller Texte diktiert hatte, die in Indien veröffentlicht wurden. Sie vermitteln ein Gefühl für seine Phrasierung und Intention.

Kapitel 10, Kurze Unterweisungen, umfasst eine Auswahl aus kurzen Bemerkungen, die C. R. Lama machte, als er Texte erklärte. Er sprach sehr schnell und verlangte volle Aufmerksamkeit. Diese Bemerkungen vermitteln ein Gefühl für die kondensierte und direkte Art und Weise, wie er seinen Punkt vorbrachte. Ihre Bedeutung wird enthüllt, wenn wir unsere eigene Existenz ruhig reflektieren.

Kapitel 11, Khordong-Kloster, gibt einen Überblick über die Geschichte und die Entwicklung des Hauptklosters von C. R. Lama in Osttibet. Es beschreibt den großen Einsatz so vieler Menschen zu bauen, zu lehren, zu praktizieren – alles der Vergänglichkeit unterworfen, aber auch von so großem Wert. Diese kurze Beschreibung betont die Übertragung der Linie als den zentralen Faden, der alle monastischen Aktivitäten verbindet und formt.

Kapitel 12, Ausbildung im Khordong-Kloster, ist ein kurzes Papier, das C. R. Lama auf einer Konferenz in Indien vortrug. Es beschreibt das Ausbildungssystem im Khordong-Kloster und gibt einen Abriss sowohl des Curriculums als auch der Form des Studiums dort.

Kapitel 13, Khordong-Kloster: der jährliche Zyklus der Rituale, beschreibt die Meditationspraktiken, die am Khordong-Kloster unterrichtet und eingesetzt wurden. Viele davon wurden gemäß dem Byangter-System des Dorje-Drag-Klosters durchgeführt. Dieses Kapitel zeigt den jährlichen Zyklus der Meditationsrituale. Es wurde zusammen mit dem Kapitel 12 auf einer Konferenz in Varanasi in Indien präsentiert.

Kapitel 14, Neujahresfeierlichkeiten, gibt einen Bericht über die Feierlichkeiten zum Neuen Jahr im Bezirk Trehor in Kham, so wie sie von Ordinierten und Laien begangen wurden.

Kapitel 15, Kommentare zur Kultur, bietet die Reflexionen von C. R. Lama zur lokalen Kultur und einen Einblick in die Lebensweise, die den Bezugsrahmen für die Entwicklung seiner Weltdeutung abgaben. Rinpoche war nicht sentimental und akzeptierte gleichmütig die vielen sich verändernden Umstände seines Lebens und den unwiederbringlichen Verlust der traditionellen tibetischen Kultur.

Kapitel 16, Rigdzin Godem und Sikkim, gibt einen kurzen Bericht darüber, wie Rigdzin Godem das verborgene Land Sikkim enthüllte. Es beinhaltet ein kurzes Gebet. Rinpoche präsentierte 1979 dieses Papier auf einer Konferenz in Sikkim und dies stellt ein Beispiel dar, wie Rinpoche die akademische Struktur dazu benutzte, den Fokus auf die Praxis zu lenken.

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Dudjom Rinpoche

Dudjom RinpocheDudjom Rinpoche vereinte die Qualitäten eines äußerst fruchtbaren großen Gelehrten mit denen eines vollendeten Yogis. Er war ein Tertön (Schatzfinder, der versteckte Lehren entdeckte), galt als lebender Repräsentant von Padmasambhava und wurde von. S.H. dem Dalai Lama zum ersten Oberhaupt der Nyingma-Schule berufen. Er war ein außergewöhnlicher Meditationsmeister und ein bewusst inkarnierter Lama (ein Tulku, der wiederholt zum Wohle der Wesen erscheint). Die von ihm entdeckten Lehren werden noch heute weltweit praktiziert und seine Schriften (40 Bände) gelten als Standard-Werke der »Alten Schule« (Nyingma).

Dudjom Rinpoche wurde in Süd-Tibet an der Grenze zu Indien im »Geheimen Land von Pemako« im Feuer-Drachen-Jahr (1904) geboren. Frühzeitig hatte er Visionen von Heiligen und erhielt Unterweisungen von ihnen. Es war einzigartig, dass er die Lehren aller Übertragungslinien der Nyingma erhielt und so lernte er bei den bekanntesten Lehrern seiner Zeit. Er meisterte die ganze Bandbreite des Tibetischen Buddhismus und wurde erst in Tibet und später in der ganzen Welt bekannt für seine unübertroffene Gelehrsamkeit sowie für die Tiefe seiner Verwirklich- ­ung und spirituellen Errungenschaften.

Nach seiner Ankunft in Indien, Nepal und Sikkim gründete er viele Zentren für Dharma-Praktizierende. Er bereiste neben Asien auch Europa und Nord-Amerika, wo er ebenso Einweihungen und Unterweisungen gab, persönliche Retreats betreute und viele Zentren gründete. Neben seiner umfassenden äußeren Buddha-Aktivität wurde er für seine Klarheit, seine Ausstrahlung und als authentischer Lehrer des Dzogchen, der höchsten und geheimsten Meditationsschule, verehrt. 1980 gründete er ein Meditations- und Studien-Zentrum in der Dordogne in Frankreich, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1987 lebte.

Eine ausführliche Biografie findet sich in englischer Sprache hier.

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Die Klausur auf dem Berge

Ankündigung zum Vollmondtag 21./22. April 2016:

Dudjom Rinpoche

Die Klausur auf dem Berge

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Ri Chö – Das Berg-Dharma
Dzogchen-Lehren und Kommentare

Durchgesehene und erweiterte Neuausgabe

Das tibetische »Ri Chö« – zu deutsch »Berg-Dharma« – enthält die geheimen Unterweisungen, die über Jahrhunderte hinweg den tibetischen Schülern und Schülerinnen des Dzogchen, der »Großen Vollkommenheit«, gegeben wurden, welche in ihrer Dharma-Ausbildung bereits fortgeschritten waren. Das Ri Chö wurde in der bzw. für die Zeit gelehrt, die die Schüler zur Vervollkommnung ihrer spirituellen Entwicklung allein in der Abgeschiedenheit der Berge verbrachten, um zu meditieren und ihren Geist zu schulen.

Dudjom Rinpoche (Jigdral Yeshe Dorje, 1904 – 1987) war ein berühmter tibetischer Dzogchen-Meister, der lange in Frankreich gelebt hat. Er gab hier erstmals die Erlaubnis, seine mündliche Übermittlung dieser alten, geheimen Anleitungen zur Meditations- und Lebenspraxis aufzuzeichnen und schriftlich weiterzugeben. In ihnen beschreibt er nicht nur die weite alles-umfassende Sichtweise und Meditations-Praxis des Dzogchen im Detail, sondern gibt tiefgründige und essentielle Anweisungen für die Zeit in einer Klausur und bringt uns diese jahrhundertealte tibetische Tradition der zurückgezogenen Praxis zur Erforschung unseres Geistes nahe.

Diese Neuausgabe wurde um das Gebet »Die Herzessenz der Großen Meister, ein Girlande grundlegender Hinweise für Schüler«, welches Dudjom Rinpoche in Lhasa im Jahre 1924 schrieb, erweitert, sowie um ein Glossar ergänzt. Damit liegt nun dieser lang vergriffene Klassiker tibetischer Weisheitsliteratur wieder vor.

»Diese Lehren und Ratschläge sind äußerst wichtig, insbesondere da Dudjom Rinpoche aus persönlicher Erfahrung spricht, und sie bieten Führung, um die Fallgruben denen wir begegnen können zu umgehen. Dies sind die Worte eines verwirklichten Meisters und Gelehrten. Wenn wir unseren Geist offen halten und gewissenhaft uns seinen Rat zu Herzen nehmen, werden wir großes Vertrauen, Hingabe und Verwirklichung für unseren spirituellen Pfad gewinnen. Zusammengefasst, Seine Heiligkeit offenbart, wie der Segen der Verwirklichung im Retreat extrahiert werden kann.«

Dungse Shenphen Dawa Rinpoche

edition khordong im Wandel Verlag, Berlin, 21.4.2016,  228 Seiten, Klappenbroschur, 20,5×14,5cm, 300g, 22,80€, ISBN: 978-3-942380-21-8

Gedruckt in Berlin auf FSC zertifiziertem 100% OBA- und holzfreiem, recycle- und biologisch abbaubarem Papier, alterungsbeständig gemäß ISO 9706.

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Dudjom RinpocheDudjom Rinpoche vereinte die Qualitäten eines äußerst fruchtbaren großen Gelehrten mit denen eines vollendeten Yogis. Er war ein Tertön (Schatzfinder, der versteckte Lehren entdeckte), galt als lebender Repräsentant von Padmasambhava und wurde von. S.H. dem Dalai Lama zum ersten Oberhaupt der Nyingma-Schule berufen. Er war ein außergewöhnlicher Meditationsmeister und ein bewusst inkarnierter Lama (ein Tulku, der wiederholt zum Wohle der Wesen erscheint). Die von ihm entdeckten Lehren werden noch heut weltweit praktiziert und seine Schriften (40 Bände) gelten als Standard-Werke der »Alten Schule« (Nyingma).

Dudjom Rinpoche wurde in Süd-Tibet an der Grenze zu Indien im »Geheimen Land von Pemako« im Feuer-Drachen-Jahr (1904) geboren. Frühzeitig hatte er Visionen von Heiligen und erhielt Unterweisungen von ihnen. Es war einzigartig, dass er die Lehren aller Übertragungslinien der Nyingma erhielt und so lernte er bei den bekanntesten Lehrern seiner Zeit. Er meisterte die ganze Bandbreite des Tibetischen Buddhismus und wurde erst in Tibet und später in der ganzen Welt bekannt für seine unübertroffene Gelehrsamkeit sowie für die Tiefe seiner Verwirklich- ­ung und spirituellen Errungenschaften.

Nach seiner Ankunft in Indien, Nepal und Sikkim gründete er viele Zentren für Dharma-Praktizierende. Er bereiste neben Asien auch Europa und Nord-Amerika, wo er ebenso Einweihungen und Unterweisungen gab, persönliche Retreats betreute und viele Zentren gründete. Neben seiner umfassenden äußeren Buddha-Aktivität wurde er für seine Klarheit, seine Ausstrahlung und als authentischer Lehrer des Dzogchen, der höchsten und geheimsten Meditationsschule, verehrt. 1980 gründete er ein Meditations- und Studien-Zentrum in der Dordogne in Frankreich, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1987 lebte.

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